Vorhang auf für „Pantastasien“: Kurt-Moosdorf-Schule im Zirkuszelt

Nach mehrjähriger Vorbereitung war es Ende August endlich soweit: Die Kurt-Moosdorf-Schule in Echzell wurde für eine Woche zur Zirkusschule. Vom 23. bis 29. August 2026 war der „Circus Phantasia“ zu Gast und ermöglichte allen Schülerinnen und Schülern, selbst in die Welt des Zirkus´ einzutauchen.

Los ging es am Sonntag, 23. August, mit dem Aufbau des großen Zirkuszeltes. Viele tatkräftige Helferinnen und Helfer aus der Elternschaft und dem Kollegium unterstützten das Zirkusteam. Gemeinsam wurde angepackt, aufgebaut und vorbereitet. Die Stimmung war bestens und die Vorfreude auf die kommende Woche deutlich zu spüren.

Am Montag und Dienstag standen die Trainings- und Probentage auf dem Programm. In verschiedenen Gruppen übten die Kinder ihre Darbietungen ein und wurden dabei von den erfahrenen Zirkusprofis angeleitet. Ob Schwarzlicht, Akrobatik, Jonglage, Zauberei, Trapez, Fakire, Clowns oder Drahtseil: Für jedes Kind gab es eine Aufgabe, bei der es seine eigenen Talente entdecken und zeigen konnte.

Dabei waren Motivation, Freude und Ehrgeiz überall zu spüren. Schon während der Proben wuchsen viele Kinder über sich hinaus und stellten sich mutig den neuen Herausforderungen. Die Kinder der Echzeller Kindergärten konnten sich davon bei den Generalproben ein eindrucksvolles Bild machen. Die Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern war groß und die Vorfreude auf die erste Premiere am Mittwochnachmittag entsprechend riesig.

Durch die Zirkusvorstellungen führte „Anastasia“ gemeinsam mit der Zirkusdirektorin von „Circus Phantasia“ Sehim Rosenbach. Jeweils zwei Schülerinnen übernahmen die Rolle der „Anastasia“ für ihre Gruppe und nahmen das Publikum mit in das geheimnisvolle Land „Pantastasien“. Jede Gruppe tauchte in ihren Darbietungen in phantastische Zirkuswelten ein.

Zu Anfang der Vorstellung präsentierten sich unsere Erstklässler. Gerade einmal zwei Wochen nach ihrer Einschulung standen sie bereits im Rampenlicht des Zirkuszeltes und zeigten einen eindrucksvollen Schwarzlichtauftritt als Hommage an die Mutter Erde.

Danach ging es spanisch weiter. Mädchen und Jungen bewiesen zu temperamentvollen Klängen ihr Können auf dem Drahtseil. Es folgten die Zauberer, die uns mit ihren Tricks in die Welt der Magie entführten. Heiß wurde es im wahrsten Sinne des Wortes, als die Fakire mit ihrem eigenen Atem das Feuer bändigten und selbst vor Glasscherben und Nagelbrettern nicht zurückschreckten. Volle Konzentration benötigten die Jongleure bei ihrer Show mit Tüchern, Bällen, Pois und Ringen. Beeindruckende Darbietungen unserer Schülerinnen und Schüler am Doppeltrapez in luftiger Höhe brachten das Publikum zum Staunen. Die Kinder der Akrobatengruppe erbrachten in der Phantasiewelt von Räubern und Gendarmen gemeinsam mit ihrem Trainer und Artisten Lino akrobatische Höchstleistungen. Sie formten Pyramiden, zeigten waghalsige Turnübungen auf den Armen des Trainers.

Für jede Menge Lacher sorgten zwischendurch die Clowns. Mit ihrem Chaos brachten sie immer wieder Unruhe in die „Mayonnaise“ und das Publikum zum Lachen.

Bei insgesamt vier Vorstellungen konnten Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde die jungen Artistinnen und Artisten erleben. Die Zuschauer feierten die Kinder und die Trainer des „Circus Phantasia“ mit großem und lang anhaltendem Beifall.

Nach der vierten Vorstellung am Samstag hieß es schließlich Abschied nehmen. Das Zirkuszelt wurde in gemeinsamer Arbeit wieder abgebaut. Eltern, Kollegium und Helfer unterstützten das Zirkusteam auch dabei, sodass der letzte Tag ebenso gemeinschaftlich endete, wie das Projekt begonnen hatte.

Nach zwei intensiven Probentagen und vier Vorstellungen fiel das Fazit der Schulgemeinde eindeutig aus: Das Zirkusprojekt hat nicht nur den Kindern einen Einblick in die Welt des Zirkus´ ermöglicht, sondern auch das Miteinander an der Kurt-Moosdorf-Schule gestärkt. Gemeinsam zu proben, Lampenfieber auszuhalten, aufeinander zu achten und schließlich gemeinsam in der Manege zu stehen, hat unsere Schülerinnen und Schüler zu Höchstleistungen angespornt und über sich hinauswachsen lassen.

Ein besonderer Dank gilt dem Vorbereitungsteam mit Michaela Welter, Tamara Keck und Schulleiterin Marion Theiß. Ebenso bedankt sich die Schulgemeinde bei allen Eltern, die tatkräftig mitgeholfen haben, sowie bei Hausmeister Ramon Benk für seine Unterstützung.

Eine Woche lang war Echzell um eine kleine Zirkuswelt reicher. Für die Kinder wird „Pantastasien“ mit seinen Clowns, Artisten, Zauberern und dem großen Zirkuszelt wohl noch lange in Erinnerung bleiben.