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Schuljahre vor 1900 

Die Gemeinde Echzell ist stolz auf eine reiche Schultradition, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Bereits vor der Reformation bestand eine "gemeine teutsche Alphabet- und Schreibschull", in der die Kinder beten, schreiben und lesen lernen sollten. Als nach dem Ende des 30-jährigen Kireges die Landgrafschaft Hessen-Bingenheim entstand, begründete der Landgraf Wilhelm Christoph die Echzeller Lateinschule, deren Ausbildungsqualität sich rasch einen so ausgezeichneten Ruf erwarb, dass die Absolventen der Echzeller Lateinschule unmittelbar zum Universitätsstudium zugelassen wurden.

Als weitere Schule wird eine Mädchenschule in den Quellen genannt. Den Unterricht erteilten die sog. "Schulfrauen" meist in deren Privatwohnungen. Ab 1840 gab es dann nur noch eine Schule in Echzell, die 1846 das Schulgebäude in der Lindenstraße bezog.

Auch in den Ortsteilen Bingenheim, Bisses und Gettenau zeugen die noch vorhandenen Schulgebäude, die huete Wohnzwecken dienen oder, wie in Bingeheim, als Kindergarten Verwendung finden, von einer sich im 17. Jahrhundert entwickelnden fruchtbaren Bildungsarbeit.